Gedenken an Reichspogromnacht

Am 7.11. 2025 trafen sich unsere Klasse BG 25 und unsere Lehrerin Frau Polten vormittags in der Schaefferstraße 14, um gemeinsam unserer Pflegepatenschaft für einen Stolperstein wahrzunehmen. Begleitet wurden wir durch Arhia Marshall von der Europäischen Jugendbegegnungsstätte Weimar, die im Rahmen einer Kooperation großes Interesse an unserer Arbeit zeigte.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung wurde erklärt, warum solche Aktionen so wichtig sind: Unsere Schule trägt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und dieser Tag sollte uns zeigen, was es bedeutet, Verantwortung für Erinnerungskultur zu übernehmen.

In einem kleinen Schülervortrag über die Stolpersteine erfuhren wir, dass man an ihnen nicht „stolpern“ soll, sondern vielmehr innehalten und nachdenken. Die Steine erinnern an die Opfer des nationalsozialistischen Regimes. Auf ihnen stehen die Namen der

Menschen, ihr Geburts- und Todesdatum, was mit ihnen geschah und wohin sie deportiert wurden bzw. wie sie gestorben sind oder ob sie den Freitod wählten. Die Stolpersteine liegen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa, um an die Opfer der NS-Zeit (Juden, Homosexuelle, politisch Andersdenkende, Euthanasieopfer usw.) zu erinnern und Mitgefühl zu zeigen.

Nach dem Vortrag machten wir uns daran, den Stein zu reinigen. Mit Lappen und Elsterglanz polierten wir die Messingplatte, damit der Name und die Inschrift wieder gut lesbar wurden. So wird das Gedenken lebendig gehalten.

Der Stolperstein, für den unsere Schule zuständig ist, ist der von Dr. Lisa Eppenstein. Sie kam aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie und war Lehrerin. Für sie gibt es Stolpersteine in Jena und Berlin – ein Zeichen, dass ihrer Geschichte über viele Orte hinweg erinnert wird. Im Anschluss hörten wir noch weitere Schülervorträge zu ihrem Lebe und ihrer Familie sowie das Gedicht „Der Schmetterling“, dieses wurde rezitiert und musikalisch begleitet.

Diese Aktion hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich aktiv mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Stolpersteine sind kleine Zeichen im Alltag – doch sie tragen große Geschichten in sich, die nicht vergessen werden dürfen.

Homam und Hugo BG 25