Bild-PlatzhalterSchulform: 3-jährige Höhere Berufsfachschule

1. Aufgaben und Tätigkeitsmerkmale

1.1 Aufgaben

Der/die Medizinisch-technische Laboratoriumsassistent/in (MTA-L) ist entsprechend des MTA-Gesetzes berechtigt, die ihm/ihr vorbehaltenen diagnostischen Tätigkeiten auszuüben.

Die von ihm/ihr erzielten Untersuchungsergebnisse dienen der ärztlichen Befunderstellung und Diagnosefindung. Innerhalb dieses Prozesses trägt der/die MTA-L die Verantwortung für die technische Funktionstüchtigkeit modernster Analysegeräte und sichert durch geeignete Maßnahmen die Qualität der Untersuchungsergebnisse.

 

Der Einsatzbereich der MTA-L hat sich zunehmend auf den Forschungsbereich ausgeweitet und ihm zum etablierten Mitarbeiter auf dem Gebiet der molekularbiologischen, biotechnologischen und gentechnischen Untersuchungsmethoden werden lassen. Interessante Tätigkeiten bieten auch die zahlreichen diagnostischen Institute und Praxen, wie beispielsweise mikrobiologische Institute, Praxen für Zytologie und Pathologie oder gerichtsmedizinische Institute. Darüber benötigen Laboratorien von Krankenhäusern und von Ärztegemeinschaften die Fähigkeiten und Fertigkeiten des MTA-L.

1.2 Tätigkeitsmerkmale

  • eigenverantwortliches Arbeiten im Zusammenwirken mit dem Kollegium
  • Entnahme des Probematerials am Patienten
  • Aufarbeitung des Probematerials und seine Analyse
  • Bedienung und Wartung modernster Analysetechnik
  • Qualitätskontrolle und Dokumentation
  • Hochspezialisierte Routinearbeit
  • Umgang mit biologischen Arbeits- und Gefahrstoffen
  • Mikrobiologische Analyse von Bakterien, Pilzen, Viren und Protozoen
  • Histologische und zytologische Aufarbeitung von dem Probematerial
  • Immunologische und präparative Proteindiagnosik
  • Ständige Weiterentwicklung des Arbeitstechniken und Verfahren
  • weiterführende Infos >> www.mtawerden.de

2. Die Ausbildung

altDie Ausbildung zur/zum MTA/L dauert 3 Jahre und wird durch das Gesetz über technische Assistenten in der Medizin (MTA-Gesetz) geregelt. Die theoretische und praktische Ausbildung erfolgt in der vollen Verantwortung der Schule. Praktika in der Histologie/Zytologie, Klinische Chemie, Hämatologie, Mikrobiologie und ein Krankenhauspraktikum werden durch die Schule organisiert. Die hohen theoretischen und praktischen Anforderungen in der Ausbildung setzen wichtige Kriterien bei dem Bewerber voraus. Dazu gehören gute bis sehr gute Vorkenntnisse in allen naturwissenschaftlichen Fächern, Verantwortungsbewußtsein, Zuverlässigkeit, eine gute Beobachtungsgabe und die Fähigkeit zum Umgang mit Menschen.alt

Am Ende der Ausbildung wird vor einem durch das Landesverwaltungsamt Weimar berufenen Prüfungsausschuss die "Staatliche Prüfung" abgelegt. Die "Staatliche Prüfung" umfaßt einen schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil.

Der Absolvent erhält nach bestehender staatlicher Abschlussprüfung ein Abschlusszeugnis der Schule, ein Zeugnis über die staatliche Prüfung und eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung

"Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin" oder

"Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent"

vom Thüringer Landesverwaltungsamt Weimar.

3. Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzung für den Zugang zur Ausbildung sind:

  • Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss
  • Ärztliche Bescheinigung zur Berufstauglichkeit
  • Nachweisheft für Beschäftigte im Umgang mit Lebensmitteln § 43 IfSG (Achtung: Bei Neuausstellung des Nachweisheftes darf es nicht älter als 3 Monate zu Ausbildungsbeginn sein!)
  • Voraussetzungen wie im Punkt 2 kurz beschrieben
  • vollständiger Impfschutz gegen Masern (Masernschutzgesetz)

Empfohlene Impfungen sind eine vollständige Hepatitis-B-Immunisierung, ein aktueller Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung sowie gegen Mumps und Röteln.

4. Bewerbung für eine Ausbildung

Die Bewerbung für das beginnende Ausbildungsjahr muss an der

SBBS Gesundheit und Soziales Jena
Rudolf-Breitscheid-Straße 56/58
07747 Jena

Tel. 03641/3557-13
Fax 03641/3557-29

eingereicht werden. Darüber hinausgehende Bewerber werden entsprechend vorhandener Plätze berücksichtigt.

Die Bewerbungsunterlagen müssen enthalten:

  • Bewerbungsschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • beglaubigte Kopie des letzten Schulzeugnisses
  • Ärztliche Bescheinigung zur Berufstauglichkeit
  • 2 Passbilder

    Nach Erhalt der Zulassung bitte einreichen:
  • Kopie des Nachweisheftes für Beschäftigte im Umgang mit Lebensmitteln § 43 Abs. 5 IfSG (Achtung: Bei Neuausstellung des Nachweisheftes darf es nicht älter als 3 Monate zu Ausbildungsbeginn sein!)

Sofern Sie einen ausreichend frankierten und an Sie adressierten Rückumschlag beifügen, senden wir Ihnen Ihre Bewerbungsunterlagen gern zurück.

5. Kosten und Vergütung

Die Ausbildung ist kostenfrei. Schulbücher können zum Teil als Leihexemplare von der Schule kostenfrei bezogen werden. Kopien für Arbeitsblätter, Umdrucke und Skripten sind zu bezahlen.

Schüler, die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, können die im Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) festgesetzten Beihilfen beantragen. Auskünfte dazu erteilt das für den Wohnsitz zuständige Amt für Ausbildungsförderung.

6. Unterbringung

Um die Unterbringung bemüht sich der Schüler bei Bedarf selbst. Wohnheimplätze können beantragt werden:

Internationaler Bund
Gesellschaft für Beschäftigung und Soziale Dienste mbH

Am Herrenberg 3

07745 Jena

Tel. 03641 687230

7. Informationen und Sprechzeiten

Weitere Auskünfte erhalten Sie zu Informationstagen in der Schule. Außerdem stehen wir Ihnen für Gespräche und Beratungen zur Verfügung.